Samstag, 20. Dezember 2008, 20:00
oder: was geschah am 26. Januar? Eine Aufführung mit zeitgenössische Musik, Texten und Reliquienbrettern
1)Lederschnur aus der Peitsche für Zarathustra und Zoro 2)Würfel des Cäsar, in dem Augenblick, in dem sie im Rubikon versinken © Jürgen Damen
Jürgen Damen – Grundidee
Viola Kramer – musikalische Supervisorin
Hans-Walter Staudte – Organisation
Die Musik – ein gewagtes Experiment?
Die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen vertritt drei Sparten:
Jazz
Neue komponierte Musik
Experimentelle Improvisation
Was aber geschieht, wenn diese drei Musik-Sparten aufeinander treffen? Wenn die echten oder scheinbaren Grenzen aufgelöst werden? Wenn drei Ensembles, die diese unterschiedlichen Richtungen vertreten, miteinander spielen?
Die Musiker – eine farbige Mischung
Profimusiker und Laien
Alte, Mittelalte und Kinder
Männer und Frauen:
Adrian (10)
Lukas(8)
Nastasja (12)
Viola Kramer
Christian Kraus
Trio Soli Sono (Neue komponierte Musik)
Natalie Becker
Johanna Daske
Olaf Futyma
Heribert Leuchter Trio (Jazz)
Heribert Leuchter
Gero Körner
Stefan Kremer
Aix per i mundO – Ensemble für KommusiAktion (Improvisation)
Jürgen Damen
Hermann Flott
Harald Frings
Hans-Walter Staudte
Weltgestalten, die Welt gestalten …
… sind eigentlich eine Text- und Objektsammlung mit 27 Geschichten und 28 Kunstwerken (Reliquienbretter) zu bekannten und unbekannten Weltgestalten, die Jürgen Damen erarbeitet hat. Daraus wurden für die Aufführung 10 Weltgestalten ausgewählt.
Die Texte – schier unglaublich
Neue bisher unbekannte Ereignisse aus dem Leben von Adam bis Zarathustra und acht weitere Weltgestalten tauchen in den ausgewählten Texten auf. Sie lassen die Geschichte in einem neuen Licht erstrahlen.
Wenn man sich auf ein ganz bestimmtes Datum konzentriert, z.B. auf den 26. Januar, und in Archiven recherchiert, kommen plötzlich diese vollkommen neuen Geschichten von Weltgestalten zu Tage wie: Zäsar war ein Zocker.
Leseprobe aus Xanthippe:
Xanthippe
»Hör mal, Sokrates! So geht das nicht weiter,« schimpft Xanthippe im Jahr 404 vor Christus. »Du treibst dich den ganzen Tag auf der Agora herum und ich kann sehen, wie ich den Haushalt geregelt bekomme, das Geld heranschaffe und jetzt mitten im Winter am 26. Januar das Haus geheizt bekomme!« »Schatz, weißt du eigentlich...?« versucht Sokrates einen deiner hinterhältigen Fragetricks. Xanthippe unterbricht ihn sofort: »Ich weiß, dass du weißt, dass ich nichts weiß. Aber jetzt ist Schluss damit! Alle wissen, dass du ein großartiger Philosoph und Lehrer bist und am besten wissen das deine Schüler. Sie hängen an deinen Lippen, saugen sich mit deinen Gedanken voll und bezahlen keine Drachme dafür. Du kannst dich jetzt zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden. Entweder gründe ich eine Philosophenschule, du bist mein angestellter Lehrer und deine Jungs bezahlen bei mir jeden Morgen das Schulgeld oder du schickst mir jeden Tag einen deiner Schüler vorbei, damit sie hier deine Arbeit tun.«
Die Reliquienbretter – künstlich oder künstlerisch?
Die Reliquien stehen in engem Zusammenhang mit den erzählten Geschichten. Sie symbolisieren die Weltgestalten und ihr Leben. Dadurch werden sie anschaulich.
»Reliquienbretter« sind geschichtlich nur sehr kurz in Erscheinung getreten zwischen dem 26. Januar 1346 und dem 26. Januar 1347. Um die Reliquien, die sich zu dieser Zeit massenhaft vermehrten, einigermaßen zu schützen, wurden sie auf Brettern befestigt. Bevorzugt wurden dafür Bretter genommen, die selbst schon Reliquien waren, z.B. Bretter vom Stall in Bethlehem oder Bretter aus einem Apfelbaum im Paradies. Diese Ära ging deshalb so schnell zu Ende, weil kaum noch Bretter zu bekommen waren.
Die Bretter bei »Weltgestalten, die Welt gestalten« stammen aus der Seemannskiste, die Antoine Saint-Exupéry das Leben rettet. Der Samt aus dem Wintermantel der Xanthippe. Alle Reliquien sind echt!!!
EINTRITT 15,-/10,-
Mit freundlicher Unterstützung von:
Ministerpräsident NRW
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